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Die Ruinen von Pamukkale, türkisches Weltkulturerbe

Sinterterrassen und Römerbauten - ein Besuch der Ruinen von Pamukkale, Türkei

Es ist schon ein faszinierendes Schauspiel, wenn die Menschen auch heute noch die Sinterterrassen von Pamukkale betreten. Die Salze der Terrassen haben bewiesenermaßen eine heilkräftige Wirkung. Das mineral- und salzhaltige Wasser lässt den Körper gewissermaßen aufblühen.

36 Grad Celsius ist das Wasser warm - doch nicht nur das Baden ist eine Freude, es ist auch der Anblick der Kaskaden aus Sintergestein. Bei diesem Teil des Welterbes Pamukkale und Hierapolis handelt es sich allerdings um ein Weltnaturerbe - auch wenn man ebenfalls seine kulturelle Bedeutung nicht hoch genug einschätzen kann, haben hier doch auch schon die Alten Römer gebadet.
Der Teil des Welterbes, der zum Weltkulturerbe gehört, ist die Antike Stadt Hierapolis und deren herausragend gut erhaltene Ruinen.

"Baumwollschloss" ist die Bedeutung des Wortes Pamukkale, wohl weil die Kaskaden wie ein Prachtbau aus Baumwolle wirken. Hierapolis bedeutet übersetzt "Heilige Stadt". Heilig, weil dort besonders viele Kulte der unterschiedlichsten Kulturen einen Platz fanden.

Der Kult um die ägyptische Göttin Isis ebenso wie um den griechischen Gott Dionysos oder der Athena. Auch der Gott Apollo hatte einen Tempel in Hierapolis - dieser ist der einzige Tempelbau der Antiken Stadt, welcher bis heute erhalten geblieben ist.

Andere Tempel verschwanden durch den Verfall der Zeit, aber auch durch kriegerische Auseinandersetzungen. Man wappnete sich gegen Feinde mit einem wahren Bollwerk von Stadtmauer, welches heute noch in Teilen vorhanden ist.

Zunächst regierten die Herrscher von Pergamon über die Stadt, später gehörte sie den Römern, von denen die wohl berühmtesten Baudenkmäler wie etwa ein Theater für um die 12.000 Zuschauer, eine 1.380 Meter lange Kolonnadenstraße oder aber das Nymphäum stammen. Auch große Thermen ließen die Römer dort bauen.

Zahlreiche Nekropole mit mehr als tausend Grabanlagen erstrecken sich über Hierapolis, wo auch der Apostel Philippis den Märtyrertod erlitten haben soll.