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Weltkulturerbe in Madagaskar

Der Königshügel von Ambohimanga, erkunden Sie Weltkulturerbe im Urlaub

Madagaskar kennen nur wenige von uns von eigenen Reisen. Der Inselstaat im Indischen Ozean stellt zwar eine der größten Inseln der Welt dar, doch ist er touristisch weitestgehend unbekannt. Denn nur wenige Urlauber zieht es so weit gen Süden - und wenn, dann besuchen sie eher das Land Südafrika denn Madagaskar.

Dabei ist es überaus lohnenswert, Madagaskar kennen zu lernen. Vor allem verfügt die Insel über eine einzigartige Natur. Es sind vor allem indigene Arten, welche nur in Madagaskar vorkommen, welche den Inselstaat so besonders machen. So kommt es auch, dass zwei bedeutende Naturhighlights von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurden.

Zum einen ist dies das Naturschutzgebiet Tsingy de Bemaraha, zum anderen sind es die Regenwälder von Antsiranana, an denen eine ganze Reihe von Nationalparks Anteil haben. Doch gibt es auf Madagaskar auch einen Ort, der den Weltkulturerbestatus erlangen konnte?

Die Antwort lautet: Ja. Madagaskar besitzt auch ein Weltkulturerbe. Es trägt den Namen Königshügel von Ambohimanga. Im Jahr 2001 ernannte die UNESCO dieses Kulturdenkmal zum Weltkulturerbe und verhalf Madagaskar damit zu einer weiteren Sehenswürdigkeit.

Das Land konnte damit beweisen, dass nicht nur seine Natur überaus sehenswert ist, sondern dass es auch interessante Städte vorzuweisen hat.

Eine davon ist eben Ambohimanga. Der Ort liegt in der Provinz Antananarivo, welche nach der gleichnamigen Hauptstadt benannt ist. Ein Besuch dort lässt sich auch sehr gut mit einem Aufenthalt in Antananarivo verbinden.

Von 1794 an war der Königshügel von Ambohimanga Sitz der Könige der Merina, eines berühmten Herrschergeschlechts in Madagaskar. Bis 1897 wurde der Königshügel von Ambohimanga als Grabstätte der Könige von Madagaskar genutzt.

1468 Meter hoch ist der Hügel von Ambohimanga, auf dem ab dem 15. Jahrhundert das heutige Weltkulturerbe entstand. Der Königshügel wurde in den folgenden Jahrhunderten immer weiter und besser ausgebaut.

Vor allem entwickelte er sich zu einer wahren Festung rund um den Palast. Seinen bedeutendsten Ausbau erfuhr er unter König Andriantsimitoviaminandriana. Auch als Ambohimanga schon nicht mehr Residenzstadt war, hatte der Königshügel von Ambohimanga seine Bedeutung als Grabstätte niemals verloren.

Und auch heute pilgern zahllose Menschen noch zu den Ruinen des Königshügels von Ambohimanga, denn für die Kultur und den Glauben der Madegassen ist er von enormer Wichtigkeit.