Weltkulturerbe in Algerien
Auch Felszeichnungen gehören zu Algeriens Weltkulturerbe
Wie viele andere nordafrikanische Länder ist auch das größte Land der Region - Algerien - reich mit Weltkulturerben bestückt. Dies liegt vor allem an den einstmaligen römischen Besatzern, welche Nordafrika in ihr Reich eingliederten und dort zugleich einige der interessantesten und prachtvollsten Bauwerke der Menschheitsgeschichte schufen.
Dennoch ist das wohl berühmteste Weltkulturerbe in Algerien wohl ein anderes. Tassili N´Ajjer heißt es. Hinter dem komplizierten Namen verbirgt sich eine beeindruckende Ansammlung von Felszeichnungen, welche ein Zeugnis abgeben davon, wie die Menschen vor tausenden von Jahren hier lebten.
Tassili N´Ajjer ist zugleich Weltkultur- als auch Weltnaturerbe, da die Höhlen mit den Felszeichnungen ein großer Nationalpark umgibt, welcher Heimat ist für nicht weniger als 28 landestypische Pflanzenarten.
Doch für Kulturwissenschaftler sind es natürlich die circa 15.000 Felsbilder, welche eine einzigartige Bedeutung für die prähistorische Kunst haben.
Ebenfalls beeindruckend - jedoch auf ganz andere Art und Weise - ist die Kasbah von Algier, der Hauptstadt Algeriens. Mit dem Wort Kasbah bezeichnet man im Islam die Altstadt, welche vorwiegend mit Gebäuden des islamischen Mittelalters bestückt ist.
Mit ihren vielen Moscheen bietet die Kasbah von Algier ein einzigartiges Ensemble, welches den Welterbestatus verdient.
Die Ruinenstadt Tipasa vereint dagegen viele unterschiedliche Architekturstile miteinander. Nicht nur die Baukunst der Römer herrscht hier vor, sondern auch die der phönizischen Handelsherren, der frühen Christen und auch der Byzantiner.
In der algerischen Weltkulturerbestätte Timgad sind es dagegen die Bauten der Römer, die weithin beeindrucken. Hier kann der Besucher die Ruinen einer Stadtanlage erleben, welche von zahlreichen Thermen, über Bibliotheken, einem Triumphbogen und zahlreichen Mosaiken alles zu bieten haben.
Eine ganz andere Geschichte erzählt die Bergfestung Beni Hammad. Sie erhielt den Weltkulturerbestatus, da sie die erste Hauptstadt der Hammaditen war.
Die Festungsmauern umgrenzen den Palast und eine prachtvolle Moschee sowie das so genannte "Leuchtturmschloss" Kasar el-Manar.


