Weltkulturerbe in Äthiopien
Äthiopien besitzt einige interessante Weltkulturerbe und Weltnaturerbe
Sicherlich weiß man, dass Äthiopien zu den ärmsten Ländern unserer Welt gehört. Immer wieder musste das Land Konflikte erleben, die es weiter zurückwarfen. Doch könnte Äthiopien sich dennoch stets aufgrund einiger herausragender Weltkulturerbestätten profilieren.
Erfahren Sie hier, wo man in Äthiopien die interessantesten Weltkulturerbe finden kann. Denn hier gibt es - ungewöhnlich für ein afrikanisches Land - deutlich mehr Weltkultur - als Weltnaturerbe, auch wenn bei Letzteren der Nationalpark Simien wahrlich herausragend ist. Bereits in den Jahren 1978 bis 1980 wurden in Äthiopien zahlreiche Orte zu Weltkulturerben ernannt.
Zu diesen gehören beispielsweise die Ruinen von Aksum, einer Stadt, die in der äthiopisch-orthodoxen Kirche als heilig gilt. Hier wird nach deren Glauben die Bundeslade aufbewahrt. Herausragend sind auch die Felsenkirchen von Lalibela, christliche Gotteshäuser aus dem Mittelalter, welche auf einer Terrasse aus Tuffstein im sehr bergigen Äthiopien errichtet wurden.
1979 wurde auch Fasil Ghebbi in der Region Gondar zum Weltkulturerbe ernannt. Diese Stadt war einst Residenzstadt des äthiopischen Kaisers Fasilidas. Er ließ dort Paläste und Prunkbauten außergewöhnlichen Stils errichten, der die traditionelle äthiopische Bauweise mit dem Jesuiten Prunk des Barocks vereinte.
Im Tal am Unterlauf des Flusses Awash und im Tal am Unterlauf des Flusses Omo, welche gemeinsam zum Weltkulturerbe in Äthiopien ernannt wurden, fand man dagegen Spuren der ersten Menschenartigen aufgrund derer die Regionen den herausragenden Status erhielten. Prähistorischen Ursprungs sind auch die reliefierten Stelen von Tiya, ebenfalls Welterbe seit 1980.
Im Jahr 2006 kam die historische Stadt Harar Jugol zu Äthiopiens Weltkulturerbe hinzu. Für äthiopische Muslime ist die Stadt die viertheiligste des Islam nach Mekka, Medina und Jerusalem. 1000 Jahre ist die Stadt bereits alt und galt früher als sehr reich und mächtig.

